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	<title>Kommentare für Boykottblog</title>
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		<title>Kommentar zu Genmanipulation und Kennzeichnungspflicht &#8211; eine andere Meinung von Normalverbraucher, Otto</title>
		<link>http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/11/12/genmanipulation-und-kennzeichnungspflicht-eine-andere-meinung/comment-page-1/#comment-13</link>
		<dc:creator>Normalverbraucher, Otto</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Nov 2006 16:55:19 +0000</pubDate>
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		<description>Grundsätzlich möchte ich anmerken, das ich es gut finde die Debatte über die erweiterte Kennzeichnung anzustoßen. Gegenstand der Diskussion sollte jedoch nicht die Struktur von Greenpeace sein. Unbestritten verfügt Greenpeace über eine â€žausgewachsene Organisationsstrukturâ€œ , das gilt jedoch auch für die Großkonzerne der Nahrungsmittelindustrie, eine ausgewogen kritische Darstellung des Themas lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Eine erschöpfende Darstellung der wirtschaftlichen Seite wird niemand von Greenpeace ernstlich erwarten, da es auch gar nicht in ihrem Interesse liegt. Also warum über offensichtliches Streiten. Auch an anderer Stelle wird mir zu häufig nicht nahe genug am Thema geblieben und in Allgemeines abgeschweift.
Bevor sich die Diskussion in den Tiefen allgemein gentechnisch veränderter Produkte verliert halte ich an dem Auslöser â€žKennzeichnungspflicht für Produkte, die von Tieren stammen, die mit genetisch veränderten Futtermitteln versorgt wurdenâ€œ fest. Kernproblem ist doch das Risiko der Folgeprodukte. Und Risiko meint hier eben, dass die Gefahr für die Gesundheit nicht abschätzbar ist. Das bedeutet aber auch, es steht nicht fest, dass überhaupt eine Gefahr besteht. Greenpeace weiß hierzu auch nur zu sagen, dass eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen.
Die bestehende Kennzeichnungspflicht fordert die Angabe der Inhaltsstoffe erst wenn Grenzwerte überschritten sind oder eine tatsächliche Gesundheitsgefährdung â€“ wie bei den Allergenen â€“ besteht. Haben sich die Tiere und damit die Produkte, welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln versorgt wurden verändert? Geht darum von ihnen ein höheres Risiko aus? â€“ Diese Fragen können derzeit nicht beantwortet werden. Eine Kennzeichnungspflicht hierfür wäre damit strenger als für andere Inhaltsstoffe.
Für eine erweiterte Kennzeichnungspflicht spricht, dass der Konsument die Risikoeinstufung für sich selbst treffen könnte. Die persönliche Einstufung des Gesundheitsrisikos ist jedoch etwas anderes als ein â€žpolitisches Statementâ€œ, darum würde ich hier auch die Grenze der Kennzeichnungspflicht ziehen. Ob es der Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung dann leichter hätte ist fraglich. Es wird von seiner Verunsicherung durch Angstkampanien und Angebotsalternativen abhängen. Streng rationale Entscheidungen bei fehlender Markttransparenz sind nicht zu erwarten. Darum sollte auch die Marktmacht der Kunden nicht überschätzt werden.
Die Kennzeichnungspflicht von der Durchsetzbarkeit und der Nachweisbarkeit abhängig zu machen erscheint, bezogen auf die Erfolgsaussichten, logisch. Würde dann aber hinter die gültige Regelung zurück fallen. Danach müssen die Zutaten aus genetisch modifizierten Pflanzen in jedem Fall gekennzeichnet werden - unabhängig davon, ob man den gentechnischen Eingriff hinterher noch nachweisen kann oder nicht.
Eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist mangels klar abgernzbarem Nutzen (Abwehr tatsächlicher Gesundheitsgefährdung) derzeit nicht möglich.
Mit dem Instrument der erweiterten Kennzeichnungspflicht gegen die Anwendung der Gentechnik zu Felde zu ziehen halte ich weder für legitim noch zielführend. Hierzu wäre eine Diskussion auf breiterer Basis notwendig. Es darf nicht verkannt werden, dass die Einigung auf die bestehenden Regelungen auf EU-Ebene bereits schwer zu erreichen war und die Regelungen im Detail heute schon sehr kompliziert sind.
empfohlene Seite:
www.waswiressen.de/einkauf/3462.php</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Grundsätzlich möchte ich anmerken, das ich es gut finde die Debatte über die erweiterte Kennzeichnung anzustoßen. Gegenstand der Diskussion sollte jedoch nicht die Struktur von Greenpeace sein. Unbestritten verfügt Greenpeace über eine â€žausgewachsene Organisationsstrukturâ€œ , das gilt jedoch auch für die Großkonzerne der Nahrungsmittelindustrie, eine ausgewogen kritische Darstellung des Themas lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Eine erschöpfende Darstellung der wirtschaftlichen Seite wird niemand von Greenpeace ernstlich erwarten, da es auch gar nicht in ihrem Interesse liegt. Also warum über offensichtliches Streiten. Auch an anderer Stelle wird mir zu häufig nicht nahe genug am Thema geblieben und in Allgemeines abgeschweift. </p>
<p>Bevor sich die Diskussion in den Tiefen allgemein gentechnisch veränderter Produkte verliert halte ich an dem Auslöser â€žKennzeichnungspflicht für Produkte, die von Tieren stammen, die mit genetisch veränderten Futtermitteln versorgt wurdenâ€œ fest. Kernproblem ist doch das Risiko der Folgeprodukte. Und Risiko meint hier eben, dass die Gefahr für die Gesundheit nicht abschätzbar ist. Das bedeutet aber auch, es steht nicht fest, dass überhaupt eine Gefahr besteht. Greenpeace weiß hierzu auch nur zu sagen, dass eine Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Verlässliche wissenschaftliche Erkenntnisse fehlen.<br />
Die bestehende Kennzeichnungspflicht fordert die Angabe der Inhaltsstoffe erst wenn Grenzwerte überschritten sind oder eine tatsächliche Gesundheitsgefährdung â€“ wie bei den Allergenen â€“ besteht. Haben sich die Tiere und damit die Produkte, welche mit gentechnisch veränderten Futtermitteln versorgt wurden verändert? Geht darum von ihnen ein höheres Risiko aus? â€“ Diese Fragen können derzeit nicht beantwortet werden. Eine Kennzeichnungspflicht hierfür wäre damit strenger als für andere Inhaltsstoffe.<br />
Für eine erweiterte Kennzeichnungspflicht spricht, dass der Konsument die Risikoeinstufung für sich selbst treffen könnte. Die persönliche Einstufung des Gesundheitsrisikos ist jedoch etwas anderes als ein â€žpolitisches Statementâ€œ, darum würde ich hier auch die Grenze der Kennzeichnungspflicht ziehen. Ob es der Verbraucher bei seiner Kaufentscheidung dann leichter hätte ist fraglich. Es wird von seiner Verunsicherung durch Angstkampanien und Angebotsalternativen abhängen. Streng rationale Entscheidungen bei fehlender Markttransparenz sind nicht zu erwarten. Darum sollte auch die Marktmacht der Kunden nicht überschätzt werden.            </p>
<p>Die Kennzeichnungspflicht von der Durchsetzbarkeit und der Nachweisbarkeit abhängig zu machen erscheint, bezogen auf die Erfolgsaussichten, logisch. Würde dann aber hinter die gültige Regelung zurück fallen. Danach müssen die Zutaten aus genetisch modifizierten Pflanzen in jedem Fall gekennzeichnet werden &#8211; unabhängig davon, ob man den gentechnischen Eingriff hinterher noch nachweisen kann oder nicht.</p>
<p>Eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist mangels klar abgernzbarem Nutzen (Abwehr tatsächlicher Gesundheitsgefährdung) derzeit nicht möglich.</p>
<p>Mit dem Instrument der erweiterten Kennzeichnungspflicht gegen die Anwendung der Gentechnik zu Felde zu ziehen halte ich weder für legitim noch zielführend. Hierzu wäre eine Diskussion auf breiterer Basis notwendig. Es darf nicht verkannt werden, dass die Einigung auf die bestehenden Regelungen auf EU-Ebene bereits schwer zu erreichen war und die Regelungen im Detail heute schon sehr kompliziert sind.    </p>
<p>empfohlene Seite:<br />
<a href="http://www.waswiressen.de/einkauf/3462.php" rel="nofollow">http://www.waswiressen.de/einkauf/3462.php</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Genmanipulation und Kennzeichnungspflicht &#8211; eine andere Meinung von DarthKafka</title>
		<link>http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/11/12/genmanipulation-und-kennzeichnungspflicht-eine-andere-meinung/comment-page-1/#comment-12</link>
		<dc:creator>DarthKafka</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2006 21:02:16 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo,
deinen Artikel vom 12.11.06 habe ich gelesen (habe ihn ja auch als Admin eingestellt). Dazu wollte ich gerne etwas sagen, auch um eine evtl. Diskussion anzuregen. Ich nehme es gleich mal vorweg, ich bin anderer Meinung. Aber dies ist erstmal egal, da ich es toll finde, dass jemand seine Ansicht hier rein schreiben lässt. Gerne greife ich die Diskussion auf und hoffe, dass sich noch mehr hieran beteiligen werden.
Ich fasse mal deinen Artikel so zusammen, wie ich ihn aufgefasst habe, meine weitere Argumentation beruht hauptsächlich auf dieser Einschätzung.
1.) Du beziehst dich auf Forderungen von Greenpeace, die nach deiner Meinung nach zu pauschal sind. Sie sind in gesundheitlicher, verbraucherrechtlicher, ökologischer und auch wirtschaftlicher Sicht unausgereift.
2.) Hierbei bist du grundsätzlich für ein eingeschränktes Informationsrecht nach der Herkunft, auf den Inhalt und auf die Schädlichkeit gegen den Menschen.
3.) Letztere erkennst du aufgrund vermeintlich mangelnder wissenschaftlicher Befunde nicht an und stellst deshalb einen angeblichen erheblichen Verwaltungsaufwand in Frage.
4.) Viel eher siehst du in dem Kauf von genfreien Produkten lediglich ein politisches Statement, welches du als alleinigen akzeptablen Grund für einen Verbraucherschutz siehst.
5.) Deiner Einschätzung nach wäre dann die Forderung nach einer umfassenden Auflistung einer Firmenhistorie nur logisch und konsequent.
6.) Die sich daraus ergebende Aufzeichnungspflicht findest du nicht nur umständlich, sondern selbst für den Hersteller, Produzenten oder Lieferer zu unübersichtlich als das etwas juristisch (?) garantiert werden könnte.
7.) Letztendlich denkst du, einem Informationsbedürfnis durch eine eigene Internet- oder Broschürenrecherche selbst gerecht werden zu können.
8.) Die Kennzeichnungspflicht als Positiv anerkennend verweist du letztendlich auf eine nicht ausgeglichene Kosten-Nutzen-Relation.
Diese Zusammenfassung ist nach der Abfolge deiner Absätze, welche jeweils eine These enthalten, gegliedert. Der besseren Übersicht wegen sind sie nummeriert.
Nun zur angekündigten Gegenargumentation:
zu 1.) Greenpeace hat zum Thema Genfood eine umfangreiche Internetseite geschaltet (http://de.einkaufsnetz.org/). Bereits nach kurzem Studium kann man erkennen, dass detailliert informiert wird und Lösungsvorschläge präsentiert werden. Greenpeace ist international vertreten. Wissenschaftler und Sachverständige arbeiten grenzübergreifend und organisiert durch die Greenpeace-Stiftung zusammen. Eine Koordination mit den jeweiligen Länderbüros erfolgt permanent. In Deutschland erfolgt u.a. eine Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Institut für Klima Umwelt und Energie. Hinter den Aufforderung, z.B. nach genfreier Milch, steht also eine ausgewachsene Organisationsstruktur. Deren Forderungen
in gleich vier Punkten mangelnde Differenzierung zu unterstellen ist gewagt. Egal wie man zu der Organisation steht, man muss ihr zugestehen, dass sie zumindet Ihre Schlussfolgerungen
in leicht verständliche Forderungen oder Erklärungen formuliert. Diese dann ob Ihrer Einfachheit als undifferenziert zu bezeichnen ist ein Missverständnis.
zu 2.) Mit einem gewissen Maß an Anspruch auf Information bin ich mit dir gleicher Meinung. Auch meine ich, dass nicht jede noch so kleine Information aufgelistet und verfügbar sein muss. Ohne Grund sollte ein Unternehmen auch nicht verpflichtet sein irgendwelche mühsamen Studien auszuarbeiten. Das verlangt ja auch keiner, viel eher erliegen wir eine Diskussion um die Gewichtung von Gründen. Solche lassen sich freilich für Alles finden; schwache Argumente, die ans Lächerliche grenzen werden zu Recht verworfen, stärkere wiederum im günstigsten Fall gesetzlich durchgesetzt. Die Krux unserer Diskussion liegt wahrscheinlich in der Mitte, in der Entscheidung, wie Bedenken zu begegnen ist. Manche (logisch konsequent: die Lobby) neigen dazu Bedenken herunter zu spielen, was bei sensibilisierten Verbrauchern natürlich zum Haare Raufen ist.
zu 3.) Um nicht einen einzelnen Bereich der Gentechnik, wie die genmanipulierte Milch, herauszugreifen, halte ich erst mal fest welche Probleme im Allgemeinen angeführt werden.
- Es bestehen erhebliche wissenschaftliche Bedenken hinsichtlich der
  Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln;
- es können Risiken für die Gesundheit von Menschen wie Tieren nicht
  ausgeschlossen werden;
- es gibt gravierende Bedenken, wie sich Freisetzungen von
  gentechnisch manipulierten Pflanzen auf die Umwelt auswirken;
- es können die von Gen-Saaten ausgehenden Umweltrisiken je nach
  Region und klimatischen Bedingungen variieren;
- Gentechnik-Konzerne reichen häufig mangelhafte Anträge zur
  Freisetzung (und zum Import)von GenSaaten bei den EU-Behörden ein;
- zusätzlich gibt es erhebliche Vorbehalte gegenüber den  Risiko-
  bewertungen, wie sie von der Europäischen Behörde für Lebens-
  mittelsicherheit (EFSA) vorgelegt werden.
Diese Auflistung stammt aus einem Bericht der Europäischen Kommission vom April 2006 zum Handelsstreit zwischen der EU und den USA, Kanada und Argentinien.
Sicherlich ist das gesamte Thema wissenschaftlich höchst umstritten; Entwarnung zu geben ist jedoch nicht vernunftbegründet. Eine Regelung auf einem solch risikoträchtigen Gebiet ist m.E. sehr sinnvoll. Hier hätte ich mir von der Internetseite von Greenpeace eine ähnliche Auflistung gewünscht, jedoch nur wortreiche und populistische Beispiele gelesen, die diese Argumentation eher umschreiben als treffen.
zu 4.) Wie bereits einen Punkt vorher aufgeführt ist das Risiko nicht zu unterschätzen, es bildet einen tiefgreifenden Einschnitt in unser aller Leben. Verständlich wenn einige, hier weiß ich noch nicht mal ob ich dazu gehöre, das Thema genmanipuliertes Essen sehr ernst nehmen. Erfahrungsgemäß ist der Verbraucher gegenüber den Herstellern und Vertreibern von Waren und gegenüber Dienstleistungsanbietern â€žstrukturell unterlegenâ€œ, das heißt infolge mangelnder Fachkenntnis, Information und/oder Erfahrung leicht benachteiligt. Der Verbraucherschutz hat dies auszugleichen und tut dies zum Teil auch. Daraus &quot;nur&quot; ein politisches Statement zu stricken zu wollen ist ungerecht und wertet Forderungen nach sog. &quot;genfreien Zonen&quot; indirekt als exotische Einzelmeinung einiger Umweltfreaks ab.
zu 5.) Da der Verbraucherschutz wie dargelegt also mehr Rechte, wie die Risikokontrolle oder die Selbstbestimmung bei der Ernährung, schützen soll, ist es unsinnig weiter auf dein Argument einzugehen. Die grundsätzlichen Forderungen betreffen ja auch nur die grundsätzliche Information, die zum Teil noch nicht mal im Rahmen des Machbaren gegeben ist, pedantische Einzelheiten interessieren sowieso nur die Wissenschaftler, die das für uns unwissenden Verbraucher verständlich zusammen fassen können. Das ist natürlich wegen den momentanen Unstimmigkeiten ein Problem.
zu 6.) Kurz, wenn das so weiter geht hast du natürlich vollkommen Recht. Völlig unübersichtlich wird es mit der voranschreitenden Globalisierung und den unterschiedlichen Zuliefern. Produkte mehr als über zwei Grenzen hinweg zu verfolgen wird sehr schwierig. Aber dies einfach zu akzeptieren ist keine Alternative oder gar Lösung des Problems. Sollte sich eine klare Struktur durchsetzen in der Genmanipulation&quot;geächtet&quot; ist, wird es mit der Nachverfolgung auch nicht mehr so schwer sein, da jeder Lieferant darauf dann auch achtet.
Völlig klar, dass es nicht nachvollziehbar ist, wenn es Keinen interessiert. Und hier kann ich erstmals brauchbar die Greenpeace-Internet-Seite zitieren:
&quot;Als Einzelner sind die Möglichkeiten, Dinge zu verändern, begrenzt. Im EinkaufsNetz jedoch sind Tausende Verbraucher engagiert â€“ dann müssen Industrie, Handel und Politik reagieren. Erst nachdem Tausende Postkarten bei Metro eingingen, erklärte der größte deutsche Handelskonzern im Dezember 2003, keine Gen-Pflanzen direkt in Lebensmitteln zu verarbeiten.
Kein Konzern kann am Kundenwunsch vorbei produzieren. Was der Verbraucher nicht will, findet keinen Markt. So können wir gemeinsam selbst große Konzerne beeinflussen.&quot;
zu 7.) Hauptsächlich herrscht das Prinzip der freien Marktwirtschaft, hier in Deutschland die soziale Marktwirtschaft. Das ändert jedoch nichts daran, dass auf dem Markt u.a. unterschiedliche Produkte sind, die sich in der Qualität, im Preis und in der Verfügbarkeit massiv unterscheiden können. Zusätzlich kommt hinzu, dass Werbung uns emotionalisiert und nicht rational entscheiden lässt. Auch hat man keine umfassende Marktübersicht. Sich da durchzufinden ist sehr schwer. Zumindest für mich und nicht nur in Ausnahmefällen. Dann jedes Mal zum PC zu rennen oder irgendeine Umweltbroschüre nachzuschlagen ist mehr als umständlich, vor allem wenn &quot;Greenpeace&quot; etwas anderes sagt als z.B. &quot;Robin Wood&quot;. Eine einheitliche Kennzeichnung, die ordnend und klar erkenntlich ist mehr als hilfreich, sie ist notwendig. Positiver Nebeneffekt, sie nötigt den Unternehmen die Einhaltung eines Mindeststandards ab.
zu 8.) Mit dem Kennzeichnung, mit der Erstellung von Studien oder Zulassung von gentechnisch manipulierten Produkten sind gewiss nicht unerhebliche Kosten verbunden, die gerne von Unternehmen als Argument angeführt werden.
Es mag hier an diesem Punkt etwas konservativ klingen, aber früher (vor 1990 !!) hat es auch ohne Genmanipulation geklappt; die Unternehmen sehen in Verwendung von solchen Produkten einen günstigen Kostenfaktor. Das sei ihnen auch zugestanden. Aber nicht auf Kosten der Verbraucher in Form von o.g. Risiken; wenn sie solche Methoden verwenden, dann bitte richtig und verantwortungsbewusst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>deinen Artikel vom 12.11.06 habe ich gelesen (habe ihn ja auch als Admin eingestellt). Dazu wollte ich gerne etwas sagen, auch um eine evtl. Diskussion anzuregen. Ich nehme es gleich mal vorweg, ich bin anderer Meinung. Aber dies ist erstmal egal, da ich es toll finde, dass jemand seine Ansicht hier rein schreiben lässt. Gerne greife ich die Diskussion auf und hoffe, dass sich noch mehr hieran beteiligen werden.</p>
<p>Ich fasse mal deinen Artikel so zusammen, wie ich ihn aufgefasst habe, meine weitere Argumentation beruht hauptsächlich auf dieser Einschätzung.</p>
<p>1.) Du beziehst dich auf Forderungen von Greenpeace, die nach deiner Meinung nach zu pauschal sind. Sie sind in gesundheitlicher, verbraucherrechtlicher, ökologischer und auch wirtschaftlicher Sicht unausgereift.</p>
<p>2.) Hierbei bist du grundsätzlich für ein eingeschränktes Informationsrecht nach der Herkunft, auf den Inhalt und auf die Schädlichkeit gegen den Menschen.</p>
<p>3.) Letztere erkennst du aufgrund vermeintlich mangelnder wissenschaftlicher Befunde nicht an und stellst deshalb einen angeblichen erheblichen Verwaltungsaufwand in Frage.</p>
<p>4.) Viel eher siehst du in dem Kauf von genfreien Produkten lediglich ein politisches Statement, welches du als alleinigen akzeptablen Grund für einen Verbraucherschutz siehst.<br />
5.) Deiner Einschätzung nach wäre dann die Forderung nach einer umfassenden Auflistung einer Firmenhistorie nur logisch und konsequent.</p>
<p>6.) Die sich daraus ergebende Aufzeichnungspflicht findest du nicht nur umständlich, sondern selbst für den Hersteller, Produzenten oder Lieferer zu unübersichtlich als das etwas juristisch (?) garantiert werden könnte.</p>
<p>7.) Letztendlich denkst du, einem Informationsbedürfnis durch eine eigene Internet- oder Broschürenrecherche selbst gerecht werden zu können.</p>
<p>8.) Die Kennzeichnungspflicht als Positiv anerkennend verweist du letztendlich auf eine nicht ausgeglichene Kosten-Nutzen-Relation.</p>
<p>Diese Zusammenfassung ist nach der Abfolge deiner Absätze, welche jeweils eine These enthalten, gegliedert. Der besseren Übersicht wegen sind sie nummeriert. </p>
<p>Nun zur angekündigten Gegenargumentation:</p>
<p>zu 1.) Greenpeace hat zum Thema Genfood eine umfangreiche Internetseite geschaltet (<a href="http://de.einkaufsnetz.org/" rel="nofollow">http://de.einkaufsnetz.org/</a>). Bereits nach kurzem Studium kann man erkennen, dass detailliert informiert wird und Lösungsvorschläge präsentiert werden. Greenpeace ist international vertreten. Wissenschaftler und Sachverständige arbeiten grenzübergreifend und organisiert durch die Greenpeace-Stiftung zusammen. Eine Koordination mit den jeweiligen Länderbüros erfolgt permanent. In Deutschland erfolgt u.a. eine Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Institut für Klima Umwelt und Energie. Hinter den Aufforderung, z.B. nach genfreier Milch, steht also eine ausgewachsene Organisationsstruktur. Deren Forderungen<br />
in gleich vier Punkten mangelnde Differenzierung zu unterstellen ist gewagt. Egal wie man zu der Organisation steht, man muss ihr zugestehen, dass sie zumindet Ihre Schlussfolgerungen<br />
in leicht verständliche Forderungen oder Erklärungen formuliert. Diese dann ob Ihrer Einfachheit als undifferenziert zu bezeichnen ist ein Missverständnis.</p>
<p>zu 2.) Mit einem gewissen Maß an Anspruch auf Information bin ich mit dir gleicher Meinung. Auch meine ich, dass nicht jede noch so kleine Information aufgelistet und verfügbar sein muss. Ohne Grund sollte ein Unternehmen auch nicht verpflichtet sein irgendwelche mühsamen Studien auszuarbeiten. Das verlangt ja auch keiner, viel eher erliegen wir eine Diskussion um die Gewichtung von Gründen. Solche lassen sich freilich für Alles finden; schwache Argumente, die ans Lächerliche grenzen werden zu Recht verworfen, stärkere wiederum im günstigsten Fall gesetzlich durchgesetzt. Die Krux unserer Diskussion liegt wahrscheinlich in der Mitte, in der Entscheidung, wie Bedenken zu begegnen ist. Manche (logisch konsequent: die Lobby) neigen dazu Bedenken herunter zu spielen, was bei sensibilisierten Verbrauchern natürlich zum Haare Raufen ist.</p>
<p>zu 3.) Um nicht einen einzelnen Bereich der Gentechnik, wie die genmanipulierte Milch, herauszugreifen, halte ich erst mal fest welche Probleme im Allgemeinen angeführt werden. </p>
<p>- Es bestehen erhebliche wissenschaftliche Bedenken hinsichtlich der<br />
  Sicherheit von gentechnisch veränderten Lebens- und Futtermitteln;<br />
- es können Risiken für die Gesundheit von Menschen wie Tieren nicht<br />
  ausgeschlossen werden;<br />
- es gibt gravierende Bedenken, wie sich Freisetzungen von<br />
  gentechnisch manipulierten Pflanzen auf die Umwelt auswirken;<br />
- es können die von Gen-Saaten ausgehenden Umweltrisiken je nach<br />
  Region und klimatischen Bedingungen variieren;<br />
- Gentechnik-Konzerne reichen häufig mangelhafte Anträge zur<br />
  Freisetzung (und zum Import)von GenSaaten bei den EU-Behörden ein;<br />
- zusätzlich gibt es erhebliche Vorbehalte gegenüber den  Risiko-<br />
  bewertungen, wie sie von der Europäischen Behörde für Lebens-<br />
  mittelsicherheit (EFSA) vorgelegt werden.</p>
<p>Diese Auflistung stammt aus einem Bericht der Europäischen Kommission vom April 2006 zum Handelsstreit zwischen der EU und den USA, Kanada und Argentinien.</p>
<p>Sicherlich ist das gesamte Thema wissenschaftlich höchst umstritten; Entwarnung zu geben ist jedoch nicht vernunftbegründet. Eine Regelung auf einem solch risikoträchtigen Gebiet ist m.E. sehr sinnvoll. Hier hätte ich mir von der Internetseite von Greenpeace eine ähnliche Auflistung gewünscht, jedoch nur wortreiche und populistische Beispiele gelesen, die diese Argumentation eher umschreiben als treffen.</p>
<p>zu 4.) Wie bereits einen Punkt vorher aufgeführt ist das Risiko nicht zu unterschätzen, es bildet einen tiefgreifenden Einschnitt in unser aller Leben. Verständlich wenn einige, hier weiß ich noch nicht mal ob ich dazu gehöre, das Thema genmanipuliertes Essen sehr ernst nehmen. Erfahrungsgemäß ist der Verbraucher gegenüber den Herstellern und Vertreibern von Waren und gegenüber Dienstleistungsanbietern â€žstrukturell unterlegenâ€œ, das heißt infolge mangelnder Fachkenntnis, Information und/oder Erfahrung leicht benachteiligt. Der Verbraucherschutz hat dies auszugleichen und tut dies zum Teil auch. Daraus &#8220;nur&#8221; ein politisches Statement zu stricken zu wollen ist ungerecht und wertet Forderungen nach sog. &#8220;genfreien Zonen&#8221; indirekt als exotische Einzelmeinung einiger Umweltfreaks ab.</p>
<p>zu 5.) Da der Verbraucherschutz wie dargelegt also mehr Rechte, wie die Risikokontrolle oder die Selbstbestimmung bei der Ernährung, schützen soll, ist es unsinnig weiter auf dein Argument einzugehen. Die grundsätzlichen Forderungen betreffen ja auch nur die grundsätzliche Information, die zum Teil noch nicht mal im Rahmen des Machbaren gegeben ist, pedantische Einzelheiten interessieren sowieso nur die Wissenschaftler, die das für uns unwissenden Verbraucher verständlich zusammen fassen können. Das ist natürlich wegen den momentanen Unstimmigkeiten ein Problem.</p>
<p>zu 6.) Kurz, wenn das so weiter geht hast du natürlich vollkommen Recht. Völlig unübersichtlich wird es mit der voranschreitenden Globalisierung und den unterschiedlichen Zuliefern. Produkte mehr als über zwei Grenzen hinweg zu verfolgen wird sehr schwierig. Aber dies einfach zu akzeptieren ist keine Alternative oder gar Lösung des Problems. Sollte sich eine klare Struktur durchsetzen in der Genmanipulation&#8221;geächtet&#8221; ist, wird es mit der Nachverfolgung auch nicht mehr so schwer sein, da jeder Lieferant darauf dann auch achtet.<br />
Völlig klar, dass es nicht nachvollziehbar ist, wenn es Keinen interessiert. Und hier kann ich erstmals brauchbar die Greenpeace-Internet-Seite zitieren:</p>
<p>&#8220;Als Einzelner sind die Möglichkeiten, Dinge zu verändern, begrenzt. Im EinkaufsNetz jedoch sind Tausende Verbraucher engagiert â€“ dann müssen Industrie, Handel und Politik reagieren. Erst nachdem Tausende Postkarten bei Metro eingingen, erklärte der größte deutsche Handelskonzern im Dezember 2003, keine Gen-Pflanzen direkt in Lebensmitteln zu verarbeiten.</p>
<p>Kein Konzern kann am Kundenwunsch vorbei produzieren. Was der Verbraucher nicht will, findet keinen Markt. So können wir gemeinsam selbst große Konzerne beeinflussen.&#8221;</p>
<p>zu 7.) Hauptsächlich herrscht das Prinzip der freien Marktwirtschaft, hier in Deutschland die soziale Marktwirtschaft. Das ändert jedoch nichts daran, dass auf dem Markt u.a. unterschiedliche Produkte sind, die sich in der Qualität, im Preis und in der Verfügbarkeit massiv unterscheiden können. Zusätzlich kommt hinzu, dass Werbung uns emotionalisiert und nicht rational entscheiden lässt. Auch hat man keine umfassende Marktübersicht. Sich da durchzufinden ist sehr schwer. Zumindest für mich und nicht nur in Ausnahmefällen. Dann jedes Mal zum PC zu rennen oder irgendeine Umweltbroschüre nachzuschlagen ist mehr als umständlich, vor allem wenn &#8220;Greenpeace&#8221; etwas anderes sagt als z.B. &#8220;Robin Wood&#8221;. Eine einheitliche Kennzeichnung, die ordnend und klar erkenntlich ist mehr als hilfreich, sie ist notwendig. Positiver Nebeneffekt, sie nötigt den Unternehmen die Einhaltung eines Mindeststandards ab.</p>
<p>zu 8.) Mit dem Kennzeichnung, mit der Erstellung von Studien oder Zulassung von gentechnisch manipulierten Produkten sind gewiss nicht unerhebliche Kosten verbunden, die gerne von Unternehmen als Argument angeführt werden.<br />
Es mag hier an diesem Punkt etwas konservativ klingen, aber früher (vor 1990 !!) hat es auch ohne Genmanipulation geklappt; die Unternehmen sehen in Verwendung von solchen Produkten einen günstigen Kostenfaktor. Das sei ihnen auch zugestanden. Aber nicht auf Kosten der Verbraucher in Form von o.g. Risiken; wenn sie solche Methoden verwenden, dann bitte richtig und verantwortungsbewusst.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ein Schritt in die richtige Richtung von Schachcomputer at Boykottblog</title>
		<link>http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/10/31/ein-schritt-in-die-richtige-richtung/comment-page-1/#comment-11</link>
		<dc:creator>Schachcomputer at Boykottblog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Nov 2006 18:40:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/10/31/ein-schritt-in-die-richtige-richtung/#comment-11</guid>
		<description>[...] Nachdem in Amsterdam ohne Wahlcomputer gewählt wird, werden dringendst Wahlurnen gesucht. via [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Nachdem in Amsterdam ohne Wahlcomputer gewählt wird, werden dringendst Wahlurnen gesucht. via [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Ratgeber:Der richtige Umgang mit der GEZ? von DarthKafka</title>
		<link>http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/10/10/ratgeberder-richtige-umgang-mit-der-gez/comment-page-1/#comment-10</link>
		<dc:creator>DarthKafka</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Nov 2006 20:35:57 +0000</pubDate>
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		<description>Jaja, die GEZ.
Die hatte letztens versucht Gebühren für meinen nicht vorhandenen Fernseher einzutreiben. Hatte mal einen gehabt, jedoch abgemeldet. Daraufhin haben Sie sich jedoch geweigert diesen abzumelden und zogen dreist einfach die nächste Quartalsgebühr ein.
Die logische Konsequenz darauf war natürlich der Widerruf der Einzugsermächtigung und die Rückbuchung des Einzuges. Die Kosten dafür wollte mir die GEZ wiederrum in Rechnung stellen. Als ich mich wieder weigerte akzeptierten sie dies glücklicherweise. Mit einem zweiten  Schreiben im gleichen Briefumschlag forderten Sie mich dann auf den rückständigen Betrag inkl. Rücklastschriftkosten zu bezahlen. Sehr komisch diese Leute bei der GEZ....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jaja, die GEZ.<br />
Die hatte letztens versucht Gebühren für meinen nicht vorhandenen Fernseher einzutreiben. Hatte mal einen gehabt, jedoch abgemeldet. Daraufhin haben Sie sich jedoch geweigert diesen abzumelden und zogen dreist einfach die nächste Quartalsgebühr ein.<br />
Die logische Konsequenz darauf war natürlich der Widerruf der Einzugsermächtigung und die Rückbuchung des Einzuges. Die Kosten dafür wollte mir die GEZ wiederrum in Rechnung stellen. Als ich mich wieder weigerte akzeptierten sie dies glücklicherweise. Mit einem zweiten  Schreiben im gleichen Briefumschlag forderten Sie mich dann auf den rückständigen Betrag inkl. Rücklastschriftkosten zu bezahlen. Sehr komisch diese Leute bei der GEZ&#8230;.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Schachcomputer &#124;Update&#124; von Der Berti</title>
		<link>http://www.schwarzit.de/boykottblog/2006/11/20/schachcomputer/comment-page-1/#comment-7</link>
		<dc:creator>Der Berti</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Oct 2006 08:44:49 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hab ein Schachcomputer, ich wähle den Schröder!
Ich hoffe er wird wieder gewählt.
Gruß Berti</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab ein Schachcomputer, ich wähle den Schröder!</p>
<p>Ich hoffe er wird wieder gewählt.</p>
<p>Gruß Berti</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
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